Rückblick

«Barock!»

Im Dezember des vergangenen Jahres konzentrierte sich ChorTon in seinen Konzerten mit «Hommage à ...» auf Komponisten, deren Jubiläen gefeiert wurden. Dabei begeisterte eine farbige Mélange von originalen und bearbeiteten, weltlichen und geistlichen, französischen und deutschen, vom Klavier begleiteten und a cappella gesungenen Werken das zahlreich erschienene Publikum. 

Für die Konzerte im Herbst 2025 hat sich das Vokalensemble nun ein rein barockes Programm mit geistlichen Werken vorgenommen, dabei in der Besetzung mit Originalklang-Orchester (es kommen Instrumente historischer Bauart zum Einsatz) und fünf Solistinnen und Solisten. 

Mit dem «Dixit Dominus» von G. F. Händel steht sein erstes gewichtiges geistliches Werk auf dem Programm, komponiert und aufgeführt anlässlich der Italienreise um 1707. Obwohl gerade mal 22 Jahre alt, zeigt der junge Händel schon die ganze Bandbreite seines kompositorischen Könnens, das später in seinen Opern und Oratorien zur vollen Entfaltung kommt. Der Inhalt des Psalms 110 bietet Händel reichlich Abwechslung für sowohl dramatische als auch berückende Szenen, die er kompositorisch mit durchaus jugendlichem Übermut publikumswirksam umsetzt und die bis in die heutige Zeit nichts an Verve und Eindringlichkeit verloren haben.

Ebenso berühmt ist heute das «Gloria» RV 589 von A. Vivaldi, obwohl das kongeniale Werk erst 1939 in Siena anlässlich einer Vivaldi-Woche nach fast zwei Jahrhunderten aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Das Werk durchschreitet einen weiten Tonartenkreis, in dem eine gewisse Symmetrie befolgt wird. Vivaldi zeigt dabei, wie Händel in seinem „Dixit Dominus“, die ganze Bandbreite seiner Meisterschaft zwischen festlichen, erhabenen Ecksätzen und zarten, durchsichtig instrumentierten Solopassagen.

In Ergänzung dazu wird in der Mitte der beiden genannten Werke ebenfalls von Vivaldi „In furore iustissimae irae» RV626 erklingen, eine furiose Motette für Solo-Sopran und Streicher. Sie wurde nicht für einen bestimmten Anlass, sondern "per ogni tempo" verfasst. Damit konnte das Werk einerseits jederzeit aufgeführt werden, aber auch, weil die Thematik eigentlich immer – gerade heute nach 400 Jahren - noch relevant ist.

Die Werke versprechen viel barocke Italianità, die ersten Proben fanden bereits statt und wecken Vorfreude.

Gerhard Unternährer, musikalische Leitung

Zum Projekt

Veranstalter

ChorTon Vokalensemble

 

Musikalische Leitung

Gerhard Unternährer

 

Ausführende

ChorTon Vokalensemble

Collegium Barocco

Gabriela Glaus, Sopran

Nadia Bircher, Sopran

Jan Thomer, Altus

Livio Schmid, Tenor

Andreas Schib, Bass


Programm

Antonio Vivaldi

In furore iustissimae irae

RV626

 

Motette für Solo-Sopran und Streicher

Gabriela Glaus, Sopran

 

Gloria in D

RV589

 

Für Soli (SSA), Chor (SATB) und Orchester

Gabriela Glaus, Sopran 1

Nadia Bircher, Sopran 2

Jan Thomer, Alt


Georg Friedrich Händel

Dixit Dominus

Psalm 110 (109) HWV 232

 

Für Soli (SSATB), Chor (SSATB) und Orchester

Gabriela Glaus, Sopran 1

Nadia Bircher, Sopran 2

Jan Thomer, Alt

Livio Schmid, Tenor

Andreas Schib, Bass


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Hommage à

ChorTon erinnerte mit seinem Konzert zur Vorweihnachtszeit an mehrere Komponisten, deren Jubiläen 2024 gefeiert wurden. Im Zentrum standen Werke von Gabriel Fauré.

Berühmte, aber auch selten aufgeführte Chorwerke von Anton Bruckner, Peter Cornelius, Felix Mendelssohn Bartholdy und Max Reger ergänzten das romantische Programm. Damit wartete eine farbige Mélange von Kompositionen auf das Publikum.

Solostellen übernahm ein professionelles Gesangsquartett. Die Pianistin Marina Vasilyeva begleitete und ergänzte das Liedprogramm mit drei Solostücken für Klavier von Gabriel Fauré.

Es war ein abwechslungsreiches Konzerterlebnis!

 

Mitwirkende

ChorTon Vokalensemble
Judith Galliker, Sopran

Julia Zeier, Alt

Yves Ehrsam, Tenor

Andreas Schib, Bass

Marina Vasilyeva, Klavier
Gerhard Unternährer, Leitung

 

Bericht in der Sursee Woche vom 19.12.2024

Artikel in der Online Ausgabe (für Abonnenten): https://www.surseerwoche.ch/artikel/musikalische-romantik-erfuellte-die-kirche

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